
In den kommenden Tagen wird Berlin zum Mekka der Internet-Szene; die Berlin Web Week wird in der Hauptstadt ausgerichtet.
Die erfolgreichen Digitalkonferenzen re:publica und NEXT rücken 2012 unter dem Dach der fünften Berlin Web Week zusammen, die vom 2. bis 9. Mai 2012 stattfindet. Die KeyEvents re:publica und NEXT sowie die weiteren PartnerEvents wie European Venture Market und StartupWeekendBerlin machen die Berlin Web Week 2012 zum größten Festival der digitalen Szene Europas. Den Anfang macht die re:publica vom 2. bis 4. Mai, den Schlusspunkt setzt die NEXT am 8./9. Mai. Zu diesen Leuchtturmveranstaltungen werden insgesamt mehr als 6.000 Teilnehmer in der Hauptstadt erwartet.
Es gibt viele Gerüchte zum Google-Index. Wilde Mythen ranken sich um die über 200 unerschiedlichen Faktoren, die den Google Algorithmus und somit das Ranking einer Website beeinflussen. Die genaue Zusammensetzung der Faktoren und deren Gewichtung ist nicht bekannt. Allein die Anzahl der Faktoren wurde seitens Matt Cutts (Leiter des Webspam-Teams von Google) in einem Video zum PageRank zum Twitter-Profilen genannt.
Umso interessanter ist folgendes Video, in dem Cutts erklärt, wie Google Webseiten indexiert.
Beeindruckend, wie schnell Google in der Lage ist das ganze Internet in innerhalb einer halben Sekunde zu durchsuchen …
Digitale Kommunikation: Das Internet als “kultureller Kitt” und Zentrum kreativer und öffentlicher Identitätsstiftung
“Berlin heute ist wie Internet und WEB 2.0: Geschichte und Geschichten werden zu Software und APPs in schnelllebigen Businessmodellen. Und für den einzelnen ist es verhältnismäßig einfach mit zu machen oder wenigstens dabei zu sein. Berlin ist wie Hollywood und Sillicon Valley – nur viel durchmischter, mit weniger spekulativem Geld aber viel Fantasie”
Berlin hat sich zum Epizentrum der Internet-Szene entwickelt. Die Dichte an innovativen Startups in den Bereichen Internet & Mobile-Services, Social Media- und E-Commerce (u.a. Soundcloud, DailyDeal, ebay, Immobilienscout, Zanox) befruchtet die Berliner Szene enorm. Die klassische IT Wirtschaft wird zunehmend von Unternehmen der Anwendungsentwicklung dominiert und zieht tausende kleine und selbständige Dienstleister an. Gleichzeitig bieten die Online-Unternehmen globale Vertriebskraft für digitales und reales Produkt-, Label- und Markendesign. Berlins Ruf als internationaler “Style”-Trendsetter wäre ohne diese regionalen Off-Online-Synergien gar nicht denkbar!
Die Hauptstadt bietet jungen Unternehmern unterschiedliche, engmaschige Netzwerke. Diese helfen bei der Realisierung von Projekten und der Bildung strategischer Kooperationen. Die Existenzgründungen im Bereich der Internetwirtschaft sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das Internetportal zählt allein für das Jahr 2009 128 reine Internet-Startups in Berlin. Mehr als 28.000 Menschen arbeiten in der Berliner Internetwirtschaft. Das Image Berlins als Hauptstadt der New-Economy hat in den vergangenen Jahren für eine Reihe von Umsiedlungen junger Unternehmen gesorgt (z.B. ResearchGATE). Darüber hinaus hat sich Berlin mit re:publica, Social Media Week, Echtzeit, IT Profits etc. in Europa zu einem der wichtigsten Veranstaltungsorte der New-Economy entwickelt.
Eine Innovationskraft, die auch für Venture Capital, also private Investoren, interessant ist. Corporate Finance Partners, DuMont Venture, Holtzbrinck Ventures und nicht zuletzt der IBB Beteiligungsgesellschaft (neben Holtzbrinck Ventures das größte deutsche VC-Unternehmen) mit ihren Fonds “VC Fonds Technologie Berlin” und “VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin” unterstützen Unternehmer beim Aus- und Aufbau ihrer Geschäftsmodelle.
Die digitale Kommunikationsbranche ist per se eine Innovationsbranche für kundenorientierte Anwendungen und Geschäftsmodelle. Das Anwendungs-Interface und die begleitenden Services für immer kleinere Zielgruppen wird zum zentralen Erfolgsfaktor in der Branche. Es geht hierbei nicht mehr um technologische Grundlagenentwicklung als Innovationsmotor sondern um funktionales Anwendungsdesign und kulturelle Vermarktungskompetenz. Nicht im Windschatten sondern im Zentrum der digitalen Kommunikationsbranche erschließen sich der Kreativwirtschaft somit neue Wachstumspotentiale und Geschäftsmodelle.
Risiken
Chancen
Beitrag von Oliver Schwarz zum “Positionspapier und Forderungskatalog” des IHK-Ausschusses Creative Industies,
Innerhalb der Suchergebnisse (SERPS) in Google & C0. entfallen auf das erste Ergebnis ganze 35% aller Klicks. Dieser Anteil wird sich zukünftig noch vergrößern, denn Google hat kürzlich die sogannten Sitelinks für das erste Ergebnis seiner Suche umfangreicher gestaltet. Sitelinks sind Links, welche unterhalb des ersten Suchergebnisses angezeigt werden, um Nutzern das Finden relevanter Unterseiten zu erleichtern.
Während die Zahl der Sitelinks zuvor auf lediglich 8 beschränkt war, bietet Google von nun an bis zu 12 dieser Art an. Nicht nur bei der Anzahl legt Google eine Schippe drauf, denn dem sonst so schlichten Sitelink sind jetzt noch eine dazugehörige URL, sowie eine Einzeilen-Beschreibung hinzugefügt worden. Dies führt dazu, dass jeder einzelne Sitelink nicht mehr, wie zuvor, eine Zeile beansprucht, sondern von nun an drei.
Die Entscheidung auf das erste Suchergebnis zu klicken wird dem Nutzer hiermit noch leichter gemacht, da wichtige Unterseiten einer Top Level Domain bereits in der Google Suche sichtbar sind und wichtige Details bereits ohne Klick darstellen. Das neue Design des ersten Suchergebnisses ist problematisch, da es doppelt soviel Platz auf der Browserseite veranschlagt als zuvor und nur noch zwei bis drei weitere Ergebnisse auf den ersten Blick zu sehen sind.
Kaum vorstellbar, wie sich diese Neuerungen auf die Darstellung der Suchergebnisse auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets auswirken werden.
Folgerichtig gewinnt SEO immer mehr an Bedeutung, denn wer nicht als erster in den SERPS ranked, wird schlichtweg durch die Auffächerung der zahlreichen Sitelinks des Nummer-eins-Kandidaten in die Bedeutungslosigkeit verdrängt.
Noch vor einiger Zeit gerieten die Leute ins Staunen über Facebook, Foursquare, Twitter und deren vielfältige Funktionen und Möglichkeiten. Mittlerweile haben über 750 Millionen Menschen ein eigenes Profil bei Facebook, tweeten im Minutentakt, teilen tagtäglich Unmengen an Infos und Bildern und hinterlassen auf diese Weise zahlreiche Spuren über ihre persönliche Vorlieben sowie ihren Aufenthaltsort mittels des I-like-Buttons oder der Check-in-Funktion.
Nun stellte sich sowohl für Unternehmen als auch für Facebook und Co die Frage, wie es möglich ist, diesen wertvollen Datenberg anständig zu monetarisieren. Neben der auf die einzelnen Nutzerpräferenzen zugeschnittenen Bannerwerbung eröffnen nun einige clevere Marketingideen am point of sale ganz neue Möglichkeiten.
Beispiel 1: SNAP
Eine dieser Ideen stammt von der amerikanischen Software Firma pcAmerica und hört auf den Namen SNAP (Social Network Appreciation Plattform). Die Software nutzt die in vielen Unternehmen bereits etablierten Treueaktionen und fügt diesen lediglich einen sozialen Layer hinzu um einerseits Wiederkäufe zu steigern und andererseits, durch einen höheren Buzz, Neukunden anzuwerben. Grob gesagt kann die SNAP Software über API in jedes bestehende Shopsystem integriert werden. Wenn also zum Beispiel ein Nutzer in einen Kleidungsladen geht und dort ein T-shirt erwirbt, dann gibt er beim Kauf seine SNAP-Karte der Kassiererin und sie zieht die SNAP-Karte durch ein Lesegerät. Dieses übermittelt Informationen über den gekauften Artikel sowie den Ort des Kaufs, durch einen automatischen Post auf Facebook-Places, Twitter und Foursquare. Der Nutzer checkt also automatisch in diesem Store ein und bekommt dafür Treupunkte auf seinem elektronisch verwaltetem Treuekonto gutgeschrieben. Ganz nebenbei werden Freunde aus dem sozialen Netzwerken des Käufers durch seine Posts auf den Kleidungsladen und dessen Angebote aufmerksam. Somit ist SNAP in der Lage, Daten über Transaktionen in Echtzeit zu sammeln und auszuwerten. Problemlos kann jedes Unternehmen SNAP an sein Treuesytem anpassen, oder es grundlegend erweitern. Beispielsweise können Nutzer Belohnungen in Form von Rabatten für Einkäufe und soziale Aktivitäten bekommen und sich auf diese Weise, ähnlich wie bei Foursquare, diverse Ränge wie “Shopkönig” oder “Dauergast” verdienen.
Beispiel 2: Coke Israel
Eine weitere soziale Marketing Idee stammt aus dem Hause CocaCola und baut auf die Gesichtserkennungssoftware von Publicis- E-dologic. Hierbei organisierte CocaCola zahlreiche Sommer Events für Teenager und stellte direkt vor Ort sogenannte Facelook-Computer zur Verfügung, die mittels Gesichtserkennung den einzelnen User identifizierten, sodass jeder Fotos und Kommentare auf seiner Pinnwand zu den erlebten Events posten konnte. Zuvor mussten sich die User lediglich via Facebook für die einzelnen CocaCola Events anmelden und sobald sie sich mit ihrem Gesicht vor die Facelook Applikation stellten, wurden ihre Posts automatisch der Location zugeordnet in deren Nähe sie sich befanden.
Zehntausende Teenager teilten auf diesem Weg ihre Erlebnisse auf Facebook und erzeugten so einen riesigen Buzz für die Marke CocaCola.
Beispiel 3: Ushuaia Beach Hotel
Ganz ähnlich setzte das Ushuaia Beach Hotel Ibiza den sozialen Gedanken bei der Vermarktung seiner Hotelinternen Events ein. Direkt am Strand und vor Eventbühnen wurden große blaue Facebook-Computer platziert, mit deren Hilfe die Partygäste Fotos von sich und ihren Freunden machen konnten um sie anschließend direkt auf ihrem Profil mit anderen zu teilen.
Natürlich sind diese Posts mit einem Geo-tag und dem Hotelbranding versehen, sodass wiederum andere Nutzer auf die Hotelmarke und ihre Veranstaltungen aufmerksam wurden.
Mit Google+ ist dem Marktführer der Internetsuche ein großer Coup gelungen. Die Berichterstattungen überschlagen sich und Nutzer, die eine Einladung zu dem Social Network erhalten haben, übertrumpfen sich in ihren Lobhudeleien. Zwar ist die breite Masse noch nicht auf Google+ aktiv, aber laut der Webanalysten von Comscore tummeln sich bereits 25 Millionen Nutzer bei Google+. Facebook benötigte für diesen Meilenstein 35 Monate. Twitter 30.
Zukünftig wird man als Internetnutzer nicht um Google+ herumkommen, da die einzelnen Insellösungen (Picasa, iGoogle, Youtube, Docs etc.) zu einem integralen Produkt verschmelzen. Um es mit Tolkiens Worten zu sagen: “one platform to rule them all”. Ein weiteres wichtiges Argument für die Marktdurchdringung ist die nahtlose Integration der mobilen App in das Google-Betriebssystem Android, von welchem täglich mehr als fünfhunderttausend Geräte aktiviert werden.
Für Firmen bietet Google derzeit noch keine Möglichkeiten Präsenzen in Google+ zu erstellen. Google rät erst einmal abzuwarten und ausgewählte Mitarbeiter mit der Unternehmenspräsentation auf ihren persönlichen Profilen zu beauftragen. Bis zum Ende des Jahres werde man entsprechende Business-Funktionen aktivieren.
Zwar befindet sich die Plattform offiziell in einer Testphase, Unternehmen fordern die schnelle Freischaltung von Geschäftsprofilen jedoch vehement.
Welches Potential bietet Google+ Unternehmen?
Ford ist das erste Unternehmen mit einem offiziellen Business-Profil auf Google+. Zwar dient dieser Account erst einmal nur Testzwecken und ist mit einem speziellen Logo versehen, es zeigt sich jedoch, welche Möglichkeiten sich Unternehmen bieten.
Einen wichtigen Mehrwert wird die Auswertung der Nutzer-Aktivitäten bieten. Derzeit stützt Google seine Intelligenz fast ausschließlich auf die Suchen der Google-Nutzer. Mit der Interaktion der Nutzer untereinander und deren Verhaltensweisen spült Google wertvolle personenbezogene Daten, die man heute noch nicht erheben kann, in seine Datenbanken. Dies ermöglicht den Aufbau eines Google-eigenen Social Graph, der die personalisierte Aufbereitung von Informationen und Werbung noch stärker an den Internetnutzern ausrichtet. Hierbei können werbliche Botschaften subtiler und wesentlich streuverlustfreier ausgeliefert werden, was dazu führen wird, dass Klickraten sich deutlich erhöhen. Beim Thema Datamining auf personenbezogener Ebene hatte Facebook bis jetzt die Nase vorne, da man mit unterschiedlichen Maßnahmen sowohl statistische Werte wie auch weiche Faktoren aggregieren kann.
Unternehmen bietet die Präsentation von Produkten und Dienstleistungen auf Google+ die Möglichkeit, Google die Auswertung von Inhalten und Interaktionen zu erleichtern und die eigene Position in den Suchergebnissen zu stärken. Langfristig werden Unternehmen, die sich nicht aktiv auf Google+ engagieren innerhalb der SERPS (Suchergebnisse) abgestraft.
Für Unternehmen entsteht ein Zwang Inhalte in Google+ zu publizieren. Hierbei wird die inhaltliche Tiefe des Netzwerks und die Attraktivität für Nutzer deutlich erhöht. Diese Spirale hat in der Endkonsequenz zur Folge, dass immer mehr Nutzer und Unternehmen Aktivitäten nach Google+ verlagern und somit den Unternehmenswert von Google steigern.
Facebook-Analysen zeigen, dass Fanpages mittlerweile aufgrund ihrer Interaktionsmöglichkeiten und aktueller Inhalte deutlich häufiger frequentiert werden als die meisten statischen Unternehmensseiten. Diesen Trend wird Google mit seinem Schritt in das Geschäft der sozialen Interaktion in den kommenden Wochen ebenfalls für sich nutzen können.
Wie sich Google+ tatsächlich entwickeln wird bleibt abzuwarten.Man kann jedoch stark davon ausgehen, dass sich auch Unternehmen wie Lemminge auf die bunte Social Media Welt von Google stürzen werden.
Was Google Unternehmen anbieten wird, skizziert Christian Oestlien vom Google+ Team in folgenden Videos:
Weitere Updates und News gibt es offizielle bei What’s new in Google.
Gastkommentar von unserem Marketing-Praktikanten Benjamin Gries: