Eine aktuelle Auswertung von compete.com zeigt, dass Facebook im Januar 2010 Google erstmals überholen konnte und deutlich höhere Wachstumsraten  als der Suchmaschinenriese verbuchen konnte.

facebook_vs_google

Visits Monthly Change Yearly Change
facebook.com 2,872,823,682 5.92% 141.14%
google.com 2,780,997,436 3.51% 26.33%

[via vivian]

Was bedeutetet diese Entwicklung für Unternehmen?

Unternmehmen können sich heute nicht mehr nur auf die Suchergebnisse (SERPS) großer Suchmaschinen verlassen. Zwar ist die strategische Optimierung aller Onlineaktivitäten im Hinblick auf die  relevante Keywords ein entscheidender Faktor für die Gewinnung von Besuchern, diese Maßnahme muss jedoch durch Aktivitäten in sozialen Netwerken unterstützt werden.

Viele Unternehmen verfolgen hierbei lediglich einen Me-too-Ansatz und unterschätzen die Dialog-Möglichkeiten und die Viralität, die sich in sozialen Netzwerken ergeben. Werden Profile und Fan-Pages lediglich in einem werblichen Rahmen genutzt, wird dies von Mitgliedern sehr schnell erkannt und mit Nichtbeachtung abgestraft.

Wichtig für Unternehmen ist eine offene und kontinuierliche Kommunikation in Netzwerken, in welche Mitglieder aktiv eingebunden werden. Es empfiehlt sich PR- sowie Marketing-Verantwortliche in diesen Dialog einzubinden.

Sollen Unternehmen eingenständig soziale Netzwerke betreiben?

Das Betreiben einer eigenen Plattform bietet Unternehmen unterschiedliche Vorteile. Primär geht es um das Führen eines Dialoges im Rahmen der eigenen Marke und die aktive Kontrolle über Funktionen und Inhalte des entsprechenden Netzwerkes.

Die Bedürfnisse eines Unternehmen sind im Kontext eigener Produkte und Dienstleitungen durchaus sehr individuell. Den spezifischen Anforderungen werden Facebook, XING und Co. meist nicht gerecht. Das Anbienden bestehender IT-Infrastrukturen, die Nutzung von CRM-Funktionalitäten und das Abbilden bestehender Workflow ist nicht möglich.

Entsteht hierbei ein Wiederspruch zwischen dem Aufbau einer eigenen Plattform und der Partizipation in sozialen Netzwerken?

Ein Wiederspruch ergibt sich hierbei nicht, da sich beide Ansätze perfekt ergänzen. Der Aufbau eines eigenes Netzwerkes ist in untershiedlichen Kontexten denkbar.
Bekannte Beispiele sind unter anderem z.B.:

  • Kundenkommunikations-Plattformen
  • geschloßene Intranet-Communities
  • Interaktive Support-Netzwerke

Facebook und mittlerweile auch XING sind keine komplett geschlossenen Netzwerke (walled garden), da ein Datenaustausch per Schnittstellen (API) und Applikationen möglich ist. Auf beiden Plattformen sollten Unternehmen und deren Mitarbeiter aktiv partizipieren und strategisch kommuniezieren. Ziel ist hierbei der Aufbau eines persönlichen Dialogs mit den relevanten Zielgruppen und die Überführung von Mitgliedern in die eigenen Plattform. Diese bietet den Nuzer entsprechend seiner individuellen Bedürfnisse Mehrwerte, welche offene soziale Netwerke nicht bieten.

Gerne unterstützt TRIBAX Sie bei der Implementierung einer nachhaltigen Web 2.0-Strategie im Rahmen Ihrer individuellen Bedürfnisse, sowohl auf sozialen Netzwerken als auch beim Aufbau einer eingenen Plattform!