..sind Communities – und damit ist nicht etwa Dating Communities gemeint, sondern “Social Networks”, also online Netzwerke, in denen sich Menschen miteinander zu jedwedem Thema austauschen können.
Maria Klambauer vom Trendbüro hat zu diesem Thema heute einen interessanten Blog-Beitrag veröffentlicht: “Beziehungen statt Produkte”.
Sie schreibt u.a. “Auf der Suche nach Anerkennung und Zugehörigkeit helfen uns soziale Netzwerke. 37 % der Österreicher ist Mitglied einer Community (mindtake, 2007). Hier stellen wir uns dar, präsentieren verschiedene Rollen von uns und wandern in unterschiedlichen sozialen Welten.”
Seth Godin, Bestseller-Autor und Marketing Experte schrieb bereits im Januar über das Thema “Tribe Management“. Er sieht das – wie könnte es als Marketer anders sein – aus Firmensicht:
“It adds to that the fact that what people really want is the ability to connect to each other, not to companies. So the permission is used to build a tribe, to build people who want to hear from the company because it helps them connect, it helps them find each other, it gives them a story to tell and something to talk about.”
Fakt ist also, dass bereits die Trend- und Marketingindustrie der überzeugt ist, dass Communities ein fester Bestandteil des Lebens werden.
Das sehen wir bei TRIBAX genauso
Danke für den Hinweis auf Seth Godin. Tatsächlich ist es so, dass beim Thema Kundenbeziehung zukünftig nicht nur an die Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden gedacht wird. Vor allem gilt es, auch die Beziehungen des Kunden zu seinem Umfeld mitzudenken. Obwohl soziale Netzwerke heftig diskutiert werden, bleibt das grundlegende Bedürfnis nach Anerkennung oft vernachlässigt. Jeder von uns will respektiert und geschätzt werden – und zwar von jenen, die auch wir respektieren und schätzen. David Bosshart (Interview: http://www.trendbuero.de/index.php?f_categoryId=155&f_articleId=2625) verweist darauf, dass das Marketing bislang immer den isolierten Konsumenten im Auge hatte. Es funktioniert aber nicht mehr, so etwas Essentielles wie den sozialen Kontext des Kunden einfach auszublenden. Genau das, was auch das Prinzip des Tribe Managements meint.
NIkePlus hat mit seiner Läufer-Community ein Bilderbuch-Beispiel dafür geschaffen. Über einen Sensor im Laufschuh werden Daten über das Laufverhalten an den iPod gesendet. Mit diesen Daten kann der Läufer dann in der Community in Wettstreit mit anderen treten. NikePlus bietet seinen Kunden ein Medium, mit dem sie miteinander in Kontakt treten können – über das sie Anerkennung und Zugehörigkeit gewinnen können. Damit werden tatsächlich die Beziehungen zwischen den Läufern zum eigentlichen Produkt.
Die soziale Beziehung tritt also in den Vordergrund. Ein gutes Produkt gehört da selbstverständlich dazu. Der erste Schritt dafür ist, die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden bzw. der Community zu kennen. Und dafür stellt wiederum eine gute Beziehung den Ausgangspunkt dar.
Der oben erwähnte Artikel von Jörg Jelden wurde übrigens um die Zahlen für Deutschland ergänzt. Knapp die Hälfte der Deutschen unter 30 sind in sozialen Netzwerken im Internet präsent. Jeder Zehnte ist sogar Mitglied in vier oder mehr solcher Netzwerke (Daten von der Forschungsgruppe Kooperationssysteme 2008).